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"Ich glotz TV" - Teil 2

Bildquellen: Screenshots (YouTube.com)
Bildquellen: Screenshots (YouTube.com)

Die Glotze läuft immer noch. Doch diesmal geht es nicht um Zombies und mysteriöse Städte. Dieses Mal geht es um Hugh Laurie als Waffenhändler, einen abtrünnigen Richter mit göttlichen Visionen und noch mehr göttlichen Gaben und splatter-mäßigen Vampiren. Um jedoch der Liebe auch Gehör zu schenken, gibt es noch einen Flug nach Schweden.

 

Preacher

Ein weiterer Kultcomic erblickt die Leinwände der Wohnzimmer. Bei „Preacher“ (englisch für Priester) handelt es sich um eine britische Comicserie von Autor Garth Ennis und Zeichner Steve Dillon („The Punisher“), die irgendwo zwischen blasphemischen Splatter, Western, Fantasy und Horror mit humoristischen Einlagen anzusiedeln ist.

 

Die Serie erschien in den 1990ern und beginnt an einem uramerikanischen Ort in Ost-Texas voller grotesker Gestalten. Jesse Custer, ein Prediger mit einer wenig rühmlichen Vergangenheit, lebt dort. Jesse ist von seinem Glauben abgekommen und will sein Priesteramt eigentlich an den Nagel hängen. Doch dann wird er mit einer scheinbar „göttlichen“ Gabe bestraft, die seine Worte wahrhaftig werden lassen. Schließlich taucht noch Jesses waffenkundige Ex Tulip O’Hare auf, die versucht, ihre alten kriminellen Zeiten wieder aufblühen zu lassen. Dann wäre da noch Cassidy – ein irischer Vampir.

 

Auf der Suche nach Gerechtigkeit wird das Trio natürlich von nicht weniger gefährlichen Typen verfolgt. Dabei wird es hin und wieder etwas undurchsichtig, aber auch humorvoll blutig mit einem theatralischen Hang zur Gotteslästerung.

 

Hand of God

Mit „Sons of Anarchy”-Star Ron Perlman macht die Serie um den korrupten Richter Pernell Harris schon einmal einen guten Eindruck. Als Harris Sohn PJ durch einen Kopfschuss ins Koma befördert wurde, gerät er in eine spirituelle Krise. Auf der Suche nach dem Schuldigen wird der Richter von göttlichen Visionen heimgesucht. Schließlich findet er Hilfe in der kleinen Kirchengemeinde „Hand of God“, dessen Priester wohl eher dem Erfolg und Geld als Gott verfallen ist. Dennoch bringen die Visionen Harris auf die Spur des Täters.

 

Zwar fällt die US-Kritik eher bescheiden aus, jedoch trifft das religiös angehauchte Amazon-Drama in Deutschland auf Wohlwollen. Zumindest liefert der religiöse Fundamentalismus einen andersartigen Handlungsstrang, als es die üblichen Krimis haben.

 

welcome to sweden

Was man nicht alles für die Liebe macht: Zum Beispiel nach Schweden ziehen? Das zumindest macht der US-Amerikaner Bruce Evans um die Beziehung zu seiner schwedischen Freundin Emma Wiik nicht zu zerstören. Schließlich gibt Bruce (Greg Poehler) seinen New Yorker Job auf und folgt Emma in ihre Heimat. Dort lernt er ihre Familie kennen, die ihnen natürlich nicht wirklich für gut genug empfindet.

 

Bei „Welcome to Sweden“ handelt es sich um eine klischeehafte, aber lustige Migrationskomödie, die auf den eigenen Erfahrungen von Greg Poehler – der auch das Drehbuch schrieb – basiert. 2006 zog Poehler nämlich selbst nach Schweden zu seiner heutigen Frau Charlotta.

 

Gastrollen in der schwedisch-amerikanischen Produktion durften unter anderem der Schauspieler Will Ferrell („Anchorman“), Musiker und Produzent Gene Simmons (von der Band „Kiss“) sowie Gregs Schwester Amy Poehler („Saturday Night Live“) und Björn Ulvaeus („ABBA“) genießen.

 

The Night Manager

Lange mussten die Fans von Dr. House warten, bis sie Hugh Laurie wieder auf dem Bildschirm sehen durften – ganze vier Jahre. Nun ist er zurück und genau so charmant wie früher. Zwar schluckt Laurie keine Pillen mehr, jedoch gilt seine Rolle Richard Onslow Roper als einer der größten, illegalen Waffenhändler der Welt. Doch hier geht es nicht wirklich um Roper, sondern um den Briten Jonathan Pine (Tom Hiddlestone – bekannt als Loki aus Marvel’s The Avengers oder Thor), der während des arabischen Frühlings als Nachtmanager in Kairo arbeitete. Als Pine an brisante Papiere gerät und diese dem britischen Geheimdienst übermittelt passiert jedoch nicht viel.


Einige Jahre später wird er jedoch vom britischen Geheimdienst in Richard Ropers Leben eingeschleust und wird ein, in Ropers Augen, treuer Freund. In Wahrheit soll er jedoch Beweise für den illegalen Waffenhandel liefern.

Bei „The Night Manager“ handelt es sich um eine Miniserie in britisch-amerikanischer Produktion. Sie basiert auf den gleichnamigen Roman von John le Carré und wurde von seinem Publikum und den Kritikern überwiegend positiv aufgenommen.

 


Interesse auf mehr Serien? Dann schau dir den ersten Teil von "Ich glotz TV" an.

Du hast Lust auf einen epischen Kriegsfilm? Dann ist Dunkirk genau das Richtige für dich!

Fremde Götte, andere Dimensionen und eine Reise in die Vergangenheit erwarten dich im dritten Teil von "Ich glotz TV".



Sources: YouTube.com, Amazon.de

by Patrick Klapetz

Date 2016, June 6th


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